Entdeckungen im Alltag

Das Besondere im Alltag bemerken.

Die Summe kleiner Schätze

29. Dezember 2013 nach Karin Mühlenberg | Kommentare deaktiviert für Die Summe kleiner Schätze

Die Normalität des Alltags ist die Summe von kleinen Schätzen. Keine Ursache für Langeweile. Im Gegenteil. Die Besonderheiten befinden sich überall. Sie werden oftmals von negativen Dingen überdeckt und geraten in Vergessenheit. Umso mehr ist ein Perspektivwechsel gefragt, um sie wahrzunehmen und wiederzuentdecken. Sie kommen in den Augen der Betrachter, in den Ohren der Zuhörer, in den Nasen der Riechenden, in den Händen der Taster zum Leben. Deren Wahrnehmung kann einem kein anderer Mensch abnehmen. In der Einfachheit liegt die größte Kraft. Schon die Entdeckungsreise in die unmittelbare Nähe kann das Erstaunliche offenbaren. Man braucht dafür lediglich wache Sinne  – Offenheit ist ein Zwilling der Freiheit. Deren Fundstücke sind für jeden Menschen anders bedeutsam. Gerne freuen sich andere Menschen mit den Entdeckern mit.

Ich lade Sie deshalb dazu ein, uns Ihre Wahrnehmungen von den zunächst klein anmutenden Großartigkeiten auf dieser Webseite mitzuteilen und damit auch die Welt weiterer Menschen zu bereichern. Das, was die Seele berührt, will weiterschwingen und auch Menschen an anderen Orte beschenken.

Was ist Ihnen aufgefallen?

Bitte melden Sie sich mit ihren kleinen Geschichten, die aus Worten, Fotos, Filmen oder Audios bestehen können, bei mir an. Wir freuen uns darauf.

 

Cat-Kunst

13. Juli 2017 nach Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

 

Katze Schattenspiel Baumschatten Licht Amsterdam NDSM Werft Kunst Kreativ "Karin Mühlenberg" Berlin

Katze im Schattenspiel – Kunst auf der Kreativ-NDSM-Werft in Amsterdam. © Karin Mühlenberg
(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Katze deklamiert

Licht und Schatten an

Baum erfreut umarmt:

Kunst in Amsterdam

 

Amsterdam 2017 Werft NDSM, Copyright Karin Mühlenberg, Berlin

Amsterdam Werft NDSM Kunst 2017, Copyright Karin Mühlenberg, Berlin

Saisonale Kastanienblätter-Frisur

14. Mai 2017 nach Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

Baum, gesicht baum baumstumpf kobold berlin steglitz © karin mühlenberg

Seit 2015 tragen Baumstumpen Gesichter – Baumkobolde genannt. In Berlin-Steglitz begann die menschelnde Verwandlung von noch lebenden Baumresten durch Initiative eines Einzelnen. Sie sind mittlerweile auch in anderen Bezirken zu sehen und werden von weiteren Menschen gestaltet, um auf das Problem der vielen verlorenen Bäume im Stadtbild aufmerksam zu machen.  (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)


 

Ein Gesicht am Straßenrand

Blickt dich plötzlich  an.

Dort, wo einst ein Baum stand

Ist der Wandel dran.

 

Nun leben nur Baumreste

nach langer Wachstumszeit.

Blätter wachsen feste

Zeigen Lebendigkeit.

 

Nehmt uns nicht die Bäume,

pflanzt sie bitte nach.

Kunst zeigt hier das Beste

Hält das Bewusstsein wach.

Zeitreise in die Spaß-Vergangenheit – Historischer Jahrmarkt auf der Domäne Dahlem

7. Mai 2017 nach Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

Domäne Dahlem Gutshof Historischer Jahrmarkt, © Karin Mühlenberg

Kleines Riesenrad (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Ein Jahrmarkt im beschaulichen Dahlem. Das ist kaum vorstellbar. Und doch lud der ungewohnte Anblick der formschönen Gerätschaften, wie das kleine Riesenrad, von der Königin-Luise-Straße zum wiederholten Male junge und ältere Besucher zu diesem Spektakel ein.

Der Clou waren wieder einmal die historischen Fahrgeschäfte, Buden und sonstige Attraktionen, die herangewachsene Leute mit frühen Erinnerungen verbinden. Sie sollten nicht etwa nur zum bloßen Betrachten einladen, wie etwa der historische Kaufmannsladen im Museum des Herrenhauses. Sie sollten genutzt werden.

Domäne Dahlem, Berlin, historischer Jahrmarkt, © Karin Mühlenberg

Armbrust-Schießen (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Auf der Freifläche des Domänen-Gutshofes Dahlem, zwischen Herrenhaus und dem neuen Restaurant sowie rechts und links umsäumt von alten Gebäuden, also dort, wo normalerweise samstags der Ökomarkt zwischen 8 und 13 Uhr zum Kauf und Plausch einlädt, verzauberten die Vergnügungen im alten Stil mit ruhigen Attraktionen im Klang von Drehorgeln.

Drehorgeln, Domäne Dahlem, Berlin, © Karin Mühlenberg

Drehorgeln (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Aber auch Leckeres wie Kräuterbonbons und Kartoffelpuffer sowie Non-Food-Produkte waren zu haben – zuzüglich zum Eintrittspreis von 3,- Euro, oder ermäßigten 1,50 Euro.

Am Montag, den 1. Mai ging der historische Jahrmarkt nach dem langen Wochenende zu Ende. Den wetterbedingt grauen Tagen setzten die bunten Farben einen Kontrapunkt. Wie vor Jahrzehnten und den technischen Neuentwicklungen zum Trotz, faszinierte nicht nur das kleine Riesenrad, in welchem jeder in den Gondeln wie ein kreisender Vogel die sich verändernden Ansichten von Dahlem in ungewohnter Perspektive auf sich wirken lassen konnte. Auch die Ketten des alten Kettenkarussells tanzten mit ihren Gästen im Flugwind und sorgten für die Magie der Fliehkraft, wenn sie durch die Luft rauschten.

Domäne Dahlem, Berlin, Historischer Jahrmarkt, Karussell, Grill, © Karin Mühlenberg

Grillbude und Karussells – Kettenkarussell im Hintergrund (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Im Unterschied zu diesen Erlebnissen konnte man sich auch an Ständen aufhalten, die die volle Konzentration beanspruchten – und bei denen es etwas zu gewinnen gab: Entenangeln

Domäne Dahlem, Berlin, Enten angeln, © Karin Mühlenberg

Enten angeln (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

oder Armbrustschießen.

Domäne Dahlem, Berlin, Armbrust, historischer Jahrmarkt, © Karin Mühlenberg

Armbrust-Schießeisen mit Gewinn-Schatzkasten (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Zum Kräftemessen gab es den „Hau den Lukas“ – in zwei Variationen, nämlich für Kinder und für Erwachsene. Je nach Krafteinwirkung erreicht der Metallkörper ein Station, die bei den Erwachsenen mit ihrer Bezeichnung zu kreativen Geschichten anregt: Spargeltarzan, Klavierträger, Supermann.

Domäne Dahlem, Berlin, historischer Jahrmarkt, au den Lukas, © Karin Mühlenberg

Hau den Lukas und Würfel-Bahn (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

Jede Menge anderer Überraschungen, Gaukler und Artisten waren ebenfalls zu erleben.

Vermutlich wird der historische Jahrmarkt auch im nächsten Frühjahr zur Zeitreise in die Spaß-Vergangenheit einladen.

Ostergruß mit Aufblick

15. April 2017 nach Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

Frohe Ostern

Marbach/Neckar Alexanderkirche Ölbergnische © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Ein hoffnungsvoller, aufwärts schauender Blick. Die menschliche Figur dieser Bronzeplastik stellt Jesus Christus dar, der sich in den letzten Tagen seines Lebens von den abgewandten, schlafenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas allein gelassen fühlte. Die engen Bronzewände symbolisieren die Beklemmung seiner Not und Angst. Sie stehen auf Teilen des Grundrisses eines Davidsterns und lassen nur noch einen Freiraum nach oben offen – zu Gott hin. Doch die Befreiung steht bevor.  

Im oberen Hintergrund ist eine alte Frescomalereien aus dem 15. Jahrhundert zu erkennen, die die biblische Szene im Garten Gethsemane zeigt. 

Seit 2011 ist das Kunstwerk von Michaela A. Fischer in der sogenannten Ölbergnische an der südlichen Außenwand des Chores der Alexanderkirche in Marbach am Neckar zu sehen. Sie hat damit das Geschehen der Passion in die heutige Zeit übertragen. Einst befanden sich an dieser Stelle Holzfiguren von 1480. 

Vor der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg 1534 galt die Marbacher Alexanderkirche als vielbesuchter Wallfahrtsort. Hier wurden Reliquien, die dem Namenspatron Alexander dem sechsten Papst der Kirchengeschichte zugesprochen wurden, verehrt. Besonders in der Passionszeit sind hier Andachten abgehalten worden, insbesondere wurde an den letzten Abend von Jesus im Garten Gethsemane erinnert. Im Jahr 2012 wurde diese Tradition wieder aufgenommen, nachdem die Nische restauriert worden war.

Die Alexanderkirche steht seit dem 15. Jahrhundert als Zeugnis der ersten Siedlung oberhalb Marbachs. Seitlich, mit Blick in die Stadt hinunter, befindet sich eine Bet-Glocke mit dem Zitat von Dietrich Bonhoeffers Gedicht: Von guten Mächten wunderbar geborgen. Aufgrund eines Risses wurde sie im Glockenturm im Jahr 2004 ersetzt und besticht nun die visuelle Wahrnehmung.

(Informationen von der Wandtafel an der Alexanderkirche und dem Onlinetext der Kirchengemeinde.)

Alexanderkirche Marbach © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Alexanderkirche Ölbergnische © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Alexanderkirche Bet-Glocke Marbach © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Marbach Alexanderkirche betglocke "Dietrich Bonhoeffer" Von guten Mächten wunderbar geborgen" © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Bet-Glocke "Dietriche Bonhoeffer" "Von guten Mächten" Marbach Neckar Alexanderkirche © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

Unterwegs im Morgenlicht – Skulptur von Fritz Röll

26. Februar 2017 nach Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

 

"Schreitendes Mädchen" Fritz Röll, 1932. Park Spandau Wilhelmstadt Berlin "Karin Mühlenberg"

„Schreitendes Mädchen“ von Fritz Röll, 1932. Park in Spandau Wilhelmstadt, Berlin.
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Bildhauer "Schreitendes Mädchen" "Fritz Röll" Spandau Wilhelmstadt Berlin "Karin Mühlenberg"

„Schreitendes Mädchen“ von Fritz Röll, 1932. Park Spandau Wilhelmstadt, Berlin.
(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Seit 1932 läuft sie frei

 – Das Mädchen – zum Wasser hin

 Zeiten zogen vorbei

 Freiheit bleibt im Sinn.

"Schreitendes Mädchen" "Fritz Röll" 1932 Park Spandau Wilhemstadt Berlin "Karin Mühlenberg"

„Schreitendes Mädchen“ von Fritz Röll, 1932. Park in Spandau Wilhelmstadt, Berlin.
(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)