Entdeckungen im Alltag

Das Besondere im Alltag bemerken.

Die Summe kleiner Schätze

29. Dezember 2013 nach Karin Mühlenberg | Kommentare deaktiviert für Die Summe kleiner Schätze

Die Normalität des Alltags ist die Summe von kleinen Schätzen. Keine Ursache für Langeweile. Im Gegenteil. Die Besonderheiten befinden sich überall. Sie werden oftmals von negativen Dingen überdeckt und geraten in Vergessenheit. Umso mehr ist ein Perspektivwechsel gefragt, um sie wahrzunehmen und wiederzuentdecken. Sie kommen in den Augen der Betrachter, in den Ohren der Zuhörer, in den Nasen der Riechenden, in den Händen der Taster zum Leben. Deren Wahrnehmung kann einem kein anderer Mensch abnehmen. In der Einfachheit liegt die größte Kraft. Schon die Entdeckungsreise in die unmittelbare Nähe kann das Erstaunliche offenbaren. Man braucht dafür lediglich wache Sinne  – Offenheit ist ein Zwilling der Freiheit. Deren Fundstücke sind für jeden Menschen anders bedeutsam. Gerne freuen sich andere Menschen mit den Entdeckern mit.

Ich lade Sie deshalb dazu ein, uns Ihre Wahrnehmungen von den zunächst klein anmutenden Großartigkeiten auf dieser Webseite mitzuteilen und damit auch die Welt weiterer Menschen zu bereichern. Das, was die Seele berührt, will weiterschwingen und auch Menschen an anderen Orte beschenken.

Was ist Ihnen aufgefallen?

Bitte melden Sie sich mit ihren kleinen Geschichten, die aus Worten, Fotos, Filmen oder Audios bestehen können, bei mir an. Wir freuen uns darauf.

 

Ostergruß mit Aufblick

15. April 2017 nach Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

Frohe Ostern

Marbach/Neckar Alexanderkirche Ölbergnische © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Ein hoffnungsvoller, aufwärts schauender Blick. Die menschliche Figur dieser Bronzeplastik stellt Jesus Christus dar, der sich in den letzten Tagen seines Lebens von den abgewandten, schlafenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas allein gelassen fühlte. Die engen Bronzewände symbolisieren die Beklemmung seiner Not und Angst. Sie stehen auf Teilen des Grundrisses eines Davidsterns und lassen nur noch einen Freiraum nach oben offen – zu Gott hin. Doch die Befreiung steht bevor.  

Im oberen Hintergrund ist eine alte Frescomalereien aus dem 15. Jahrhundert zu erkennen, die die biblische Szene im Garten Gethsemane zeigt. 

Seit 2011 ist das Kunstwerk von Michaela A. Fischer in der sogenannten Ölbergnische an der südlichen Außenwand des Chores der Alexanderkirche in Marbach am Neckar zu sehen. Sie hat damit das Geschehen der Passion in die heutige Zeit übertragen. Einst befanden sich an dieser Stelle Holzfiguren von 1480. 

Vor der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg 1534 galt die Marbacher Alexanderkirche als vielbesuchter Wallfahrtsort. Hier wurden Reliquien, die dem Namenspatron Alexander dem sechsten Papst der Kirchengeschichte zugesprochen wurden, verehrt. Besonders in der Passionszeit sind hier Andachten abgehalten worden, insbesondere wurde an den letzten Abend von Jesus im Garten Gethsemane erinnert. Im Jahr 2012 wurde diese Tradition wieder aufgenommen, nachdem die Nische restauriert worden war.

Die Alexanderkirche steht seit dem 15. Jahrhundert als Zeugnis der ersten Siedlung oberhalb Marbachs. Seitlich, mit Blick in die Stadt hinunter, befindet sich eine Bet-Glocke mit dem Zitat von Dietrich Bonhoeffers Gedicht: Von guten Mächten wunderbar geborgen. Aufgrund eines Risses wurde sie im Glockenturm im Jahr 2004 ersetzt und besticht nun die visuelle Wahrnehmung.

(Informationen von der Wandtafel an der Alexanderkirche und dem Onlinetext der Kirchengemeinde.)

Alexanderkirche Marbach © Karin Mühlenberg

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Alexanderkirche Ölbergnische © Karin Mühlenberg

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Alexanderkirche Bet-Glocke Marbach © Karin Mühlenberg

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Marbach Alexanderkirche betglocke "Dietrich Bonhoeffer" Von guten Mächten wunderbar geborgen" © Karin Mühlenberg

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Bet-Glocke "Dietriche Bonhoeffer" "Von guten Mächten" Marbach Neckar Alexanderkirche © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

Unterwegs im Morgenlicht – Skulptur von Fritz Röll

26. Februar 2017 nach Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

 

"Schreitendes Mädchen" Fritz Röll, 1932. Park Spandau Wilhelmstadt Berlin "Karin Mühlenberg"

„Schreitendes Mädchen“ von Fritz Röll, 1932. Park in Spandau Wilhelmstadt, Berlin.
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Bildhauer "Schreitendes Mädchen" "Fritz Röll" Spandau Wilhelmstadt Berlin "Karin Mühlenberg"

„Schreitendes Mädchen“ von Fritz Röll, 1932. Park Spandau Wilhelmstadt, Berlin.
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Seit 1932 läuft sie frei

 – Das Mädchen – zum Wasser hin

 Zeiten zogen vorbei

 Freiheit bleibt im Sinn.

"Schreitendes Mädchen" "Fritz Röll" 1932 Park Spandau Wilhemstadt Berlin "Karin Mühlenberg"

„Schreitendes Mädchen“ von Fritz Röll, 1932. Park in Spandau Wilhelmstadt, Berlin.
(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)



 

Berliner Stadtnatur im Schnee

31. Januar 2017 nach Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

 

Steglitz Kreisel Hochhaus Foto: Karin Mühlenberg, Berlin

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.) Foto: Karin Mühlenberg

 

Noch ruht die Erde unterm Schnee

und wirkt wie ein weiter See.

Noch ruht das Hochhaus vor dem Umbau

Denn man plant endlich ganz genau.

Noch ruhen die Augen gern derzeit

Auf die weite Stadtnatur-Freiheit.

 

Dem fernen Blick vom Dahlemer Acker

Hält Stand der Steglitzer-Kreisel wacker.

Bald schon beginnt die Hausverwandlung

Nach langer Wartezeit durch Handlung.

Doch Mieten werden teuer

Im neuen City-Tower.

(Karin Mühlenberg)

 

Mehr zum Umbauprojekt Steglitzer Kreisel