Entdeckungen im Alltag

Das Besondere im Alltag bemerken.

Zeitreise in die Spaß-Vergangenheit – Historischer Jahrmarkt auf der Domäne Dahlem

7. Mai 2017 von Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

Domäne Dahlem Gutshof Historischer Jahrmarkt, © Karin Mühlenberg

Kleines Riesenrad (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Ein Jahrmarkt im beschaulichen Dahlem. Das ist kaum vorstellbar. Und doch lud der ungewohnte Anblick der formschönen Gerätschaften, wie das kleine Riesenrad, von der Königin-Luise-Straße zum wiederholten Male junge und ältere Besucher zu diesem Spektakel ein.

Der Clou waren wieder einmal die historischen Fahrgeschäfte, Buden und sonstige Attraktionen, die herangewachsene Leute mit frühen Erinnerungen verbinden. Sie sollten nicht etwa nur zum bloßen Betrachten einladen, wie etwa der historische Kaufmannsladen im Museum des Herrenhauses. Sie sollten genutzt werden.

Domäne Dahlem, Berlin, historischer Jahrmarkt, © Karin Mühlenberg

Armbrust-Schießen (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Auf der Freifläche des Domänen-Gutshofes Dahlem, zwischen Herrenhaus und dem neuen Restaurant sowie rechts und links umsäumt von alten Gebäuden, also dort, wo normalerweise samstags der Ökomarkt zwischen 8 und 13 Uhr zum Kauf und Plausch einlädt, verzauberten die Vergnügungen im alten Stil mit ruhigen Attraktionen im Klang von Drehorgeln.

Drehorgeln, Domäne Dahlem, Berlin, © Karin Mühlenberg

Drehorgeln (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Aber auch Leckeres wie Kräuterbonbons und Kartoffelpuffer sowie Non-Food-Produkte waren zu haben – zuzüglich zum Eintrittspreis von 3,- Euro, oder ermäßigten 1,50 Euro.

Am Montag, den 1. Mai ging der historische Jahrmarkt nach dem langen Wochenende zu Ende. Den wetterbedingt grauen Tagen setzten die bunten Farben einen Kontrapunkt. Wie vor Jahrzehnten und den technischen Neuentwicklungen zum Trotz, faszinierte nicht nur das kleine Riesenrad, in welchem jeder in den Gondeln wie ein kreisender Vogel die sich verändernden Ansichten von Dahlem in ungewohnter Perspektive auf sich wirken lassen konnte. Auch die Ketten des alten Kettenkarussells tanzten mit ihren Gästen im Flugwind und sorgten für die Magie der Fliehkraft, wenn sie durch die Luft rauschten.

Domäne Dahlem, Berlin, Historischer Jahrmarkt, Karussell, Grill, © Karin Mühlenberg

Grillbude und Karussells – Kettenkarussell im Hintergrund (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Im Unterschied zu diesen Erlebnissen konnte man sich auch an Ständen aufhalten, die die volle Konzentration beanspruchten – und bei denen es etwas zu gewinnen gab: Entenangeln

Domäne Dahlem, Berlin, Enten angeln, © Karin Mühlenberg

Enten angeln (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

oder Armbrustschießen.

Domäne Dahlem, Berlin, Armbrust, historischer Jahrmarkt, © Karin Mühlenberg

Armbrust-Schießeisen mit Gewinn-Schatzkasten (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

 

Zum Kräftemessen gab es den „Hau den Lukas“ – in zwei Variationen, nämlich für Kinder und für Erwachsene. Je nach Krafteinwirkung erreicht der Metallkörper ein Station, die bei den Erwachsenen mit ihrer Bezeichnung zu kreativen Geschichten anregt: Spargeltarzan, Klavierträger, Supermann.

Domäne Dahlem, Berlin, historischer Jahrmarkt, au den Lukas, © Karin Mühlenberg

Hau den Lukas und Würfel-Bahn (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)

Jede Menge anderer Überraschungen, Gaukler und Artisten waren ebenfalls zu erleben.

Vermutlich wird der historische Jahrmarkt auch im nächsten Frühjahr zur Zeitreise in die Spaß-Vergangenheit einladen.

Ostergruß mit Aufblick

15. April 2017 von Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

Frohe Ostern

Marbach/Neckar Alexanderkirche Ölbergnische © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Ein hoffnungsvoller, aufwärts schauender Blick. Die menschliche Figur dieser Bronzeplastik stellt Jesus Christus dar, der sich in den letzten Tagen seines Lebens von den abgewandten, schlafenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas allein gelassen fühlte. Die engen Bronzewände symbolisieren die Beklemmung seiner Not und Angst. Sie stehen auf Teilen des Grundrisses eines Davidsterns und lassen nur noch einen Freiraum nach oben offen – zu Gott hin. Doch die Befreiung steht bevor.  

Im oberen Hintergrund ist eine alte Frescomalereien aus dem 15. Jahrhundert zu erkennen, die die biblische Szene im Garten Gethsemane zeigt. 

Seit 2011 ist das Kunstwerk von Michaela A. Fischer in der sogenannten Ölbergnische an der südlichen Außenwand des Chores der Alexanderkirche in Marbach am Neckar zu sehen. Sie hat damit das Geschehen der Passion in die heutige Zeit übertragen. Einst befanden sich an dieser Stelle Holzfiguren von 1480. 

Vor der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg 1534 galt die Marbacher Alexanderkirche als vielbesuchter Wallfahrtsort. Hier wurden Reliquien, die dem Namenspatron Alexander dem sechsten Papst der Kirchengeschichte zugesprochen wurden, verehrt. Besonders in der Passionszeit sind hier Andachten abgehalten worden, insbesondere wurde an den letzten Abend von Jesus im Garten Gethsemane erinnert. Im Jahr 2012 wurde diese Tradition wieder aufgenommen, nachdem die Nische restauriert worden war.

Die Alexanderkirche steht seit dem 15. Jahrhundert als Zeugnis der ersten Siedlung oberhalb Marbachs. Seitlich, mit Blick in die Stadt hinunter, befindet sich eine Bet-Glocke mit dem Zitat von Dietrich Bonhoeffers Gedicht: Von guten Mächten wunderbar geborgen. Aufgrund eines Risses wurde sie im Glockenturm im Jahr 2004 ersetzt und besticht nun die visuelle Wahrnehmung.

(Informationen von der Wandtafel an der Alexanderkirche und dem Onlinetext der Kirchengemeinde.)

Alexanderkirche Marbach © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Alexanderkirche Ölbergnische © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Alexanderkirche Bet-Glocke Marbach © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Marbach Alexanderkirche betglocke "Dietrich Bonhoeffer" Von guten Mächten wunderbar geborgen" © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

 

Bet-Glocke "Dietriche Bonhoeffer" "Von guten Mächten" Marbach Neckar Alexanderkirche © Karin Mühlenberg

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken) © Karin Mühlenberg

Photobilder bei der 16. Spandauer Kunstbörse

28. Juni 2016 von Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

Schon ist Samstag, der 2. Juli 2016 nahe herangedrückt – und damit die 16. Spandauer Kunstbörse. Auf dem schönen Spandauer Marktplatz in der Altstadt werden wieder einige meiner Photobilder  von mir zwischen 12 und 19 Uhr zu sehen und zu kaufen sein. Auch Photokarten wird es wieder geben. Diesmal ganz neu auch Photobild-Magnete.

Ob die Sonne wohl wie im vergangenen Jahr strahlen wird?

Spandau Kunstmarkt, Kunstbörse 2016, Fotografie, Karin Mühlenberg

(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

 

 

Die C/O Galerie bringt mehr Fotokunst in den Berliner Westen – Text und Fotos von Karin Mühlenberg

29. Oktober 2014 von Karin Mühlenberg | Keine Kommentare

Nur noch ein Tag bis zur offiziellen Neueröffnung der Fotogalerie C/O Berlin im ehemaligen Amerikahaus am Bahnhof Zoologischer Garten.

Der letzte Rollrasen und

C/O Galerie Berlin Fotografie Fotokunst "fotografiert von: Karin Mühlenberg" "Amerika Haus" Eröffnung 2014 "Grand Opening" Rollrasen

die letzten Kabel wurden verlegt,

C/O Galerie Berlin Fotografie Fotokunst "fotografiert von: Karin Mühlenberg" "Amerika Haus" Eröffnung 2014 "Grand Opening"

die letzten Bilder gehängt.

C/O Galerie Berlin Fotografie Fotokunst "fotografiert von: Karin Mühlenberg" "Amerika Haus" Eröffnung 2014 "Grand Opening" Leiter Besucher AusstellungBereits diese Momente sind eindrucksvoll, bevor zukünftig ab dem morgigen Donnerstag, den 30.10.2014 um 16 Uhr die Türen für die Fotoaufnahmen von internationalen Künstlern und von Nachwuchskünstlern geöffnet werden.

Mit der Eröffnung werden gleich 4 Ausstellungen parallel auf den 2 Etagen zu sehen sein. In einer Ausstellung können die Aufnahmen des Deutsch-Amerikaners Will McBride

C/O Galerie Berlin Fotografie Fotokunst "fotografiert von: Karin Mühlenberg" "Amerika Haus" Eröffnung 2014 "Grand Opening" "Will McBride" Fotograf "blaue Augen"betrachtet werden, dessen Fotografien bereits 1958 in der ersten Ausstellung des Amerika Haus präsentiert wurden. Nun zeigt diese erste Ausstellung nach der gut einjährigen Haussanierung seine zum Teil noch nie ausgestellten Fotos von Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Titel: Ich war verliebt in diese Stadt.

C/O Galerie Berlin Fotografie Fotokunst "fotografiert von: Karin Mühlenberg" "Amerika Haus" Eröffnung 2014 "Grand Opening" "Will MvBride" "Ich war verliebt in diese Stadt"

Auf seinen Streifzügen durch West und Ost hielt der damalige GI in den Jahren 1956 bis 1963 zahlreiche Motive mit seiner Leica fest. Aus Augenblicken wurden künstlerische  Zeitdokumente, aus einem Amerikaner ein Berliner: Der heute 83-jährige lebt seit damals in Berlin.

Alle Zeichen deuten darauf hin, dass das Schicksal der innovativen Fotogalerie mit weitreichendem Bildungsprogramm am neuen Standort eine große Bereicherung der Fotokunst in Berlin werden wird.

Zur Pressekonferenz erschienen bereits die legendären Fotografen Elliott Erwitt und Thomas Hoepker von der Fotoagentur Magnum sowie die vor 2 Jahren prämierte Künstlerin des Talente-Wettbewerbs Luise Schröder. Die Talente-Gewinnerin zeigt nun ihre Ausstellung zum Thema „Arbeit am Mythos“. Es sind Magnum-Fotografien zu sehen und sechs Boxen eines speziell entwickelten Fotoautomaten zu nutzen.

C/O Galerie Berlin Fotografie Fotokunst "fotografiert von: Karin Mühlenberg" "Amerika Haus" Eröffnung 2014 "Grand Opening" Kurator "Felix Hoffmann" "Luise Schröder" "Thomas Hoepker" "Elliott Erwitt" Fotoagentur Magnum

von links: Kurator Felix Hoffmann und die Fotografen Luise Schröder, Thomas Hoepker, Elliott Erwitt

Nach einer langen Zeit der Ungewissheit über den Verbleib der beliebten Galerie nach der Kündigung am vorherigen Standort in der Oranienburger Straße und nach zahlreichen zerplatzen Hoffnungen über eine neue Anlaufstätte für die Fotokunst wurde schließlich dieser geschichtsträchtige Standort im Amerika Haus gefunden.

C/O Galerie Berlin Fotografie Fotokunst "fotografiert von: Karin Mühlenberg" "Amerika Haus" Eröffnung 2014 "Grand Opening" "letzte Vorbereitungen"

Kultur und Bildung waren an dieser Stelle schon vor dem 2. Weltkrieg zu Hause. Nun setzt die C/O Galerie am Bahnhof Zoologischer Garten in der Hardenbergstraße  – in der Nachbarschaft zum Museum für Fotografie der Helmut-Newton-Stiftung in der Jebenstraße sowie zur Galerie CAMERA WORK in der Kantstraße – im Berliner Westen neue Fotokunst-Akzente. Und wahrscheinlich sogar für wichtige Trends sorgen. Wartepausen am Bahnhof können nun zukünftig durch einen Galerie-Besuch mit wertvollen neuen Ein-Blicken nachhaltig gestaltet werden.

http://www.co-berlin.org/